Einstellungstest   Siebern  Aktien Quiz: Allgemeinwissen für Anfänger

  

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Die Aktie ist für Kleinanleger und Interessierte anfangs ein neues, spannendes Feld. Aktien sind erstmal nur Papiere, mit den man einen Anteil nach Aktienstückzahl an einem Unternehmen kauft. Der Kurs einer Aktie ensteht durch Angebot und Nachfrage. Aktienkurse können können auch durch Gerüchte oder politische Ereignisse, wie dem Brexit fallen oder steigen. Die türkischen Aktien fielen nach dem Militärputsch stark. Aber auch deutsche Aktien, wie die Lufthansa, TUI und andere Unternehmen, die Geschäfte mit der Türkei machen, leiden an Wertverlusten. Der Ausblick in die türkische, wirtschaftliche Zukunft sieht nicht gut aus.

Warum können Aktien bei schlechten Nachrichten eines Unternehmens auch steigen?

Viele Aktien- Käufer spekulieren auf die Zukunft des Unternehmens und deren mögliche Wertentwicklung der Aktie. Oft sind die Nachrichten des Unternehmens schon bekannt und nur noch nicht in den Medien veröffentlicht. Oder die Nachricht ist nicht so schlecht, wie erst vermutet. Beispiel Daimler: Daimler als LKW Produzent muss über eine Milliarde Strafe an die Europäische Union zahlen, weil das Unternehmen längere Zeit Preisabsprachen mit anderen LKW Produzenten durchgeführt haben. Trotzdem steigt die Aktie bei Veröffentlichung des Urteils. Das Unternehmen gab bekannt, trotzdem gut mit LKWs zu verdienen. Beispiel Air Berlin: Die Aktie verliert seit Monaten an Wert und an Nachfrage. Als Lufthansa mit Air Berlin über die Unterstützung des Unternehmens verhandelt, steigt die Aktie rasant. Sie ist aber immer noch sehr günstig.

Die Dividende eines Unternehmens ist eine Gewinnausschüttung. In Deutschland werden meistens bei den jährlichen Hauptversammlungen die Höhe der Dividenden beschlossen. Eine Aktiengesellschaft muss aber keine Dividende auszahlen. Wer am Tag der Hauptversammlung Aktieninhaber ist, hat Anspruch auf eine Dividende, wenn es denn eine Ausschüttung gibt. Man braucht eigentlich nicht viele Tage vorher Besitzer zu sein.

Wer Aktien, sogenannte Stammaktien besitzt, erwirbt damit nicht nur Anteile am Unternehmen, sondern auch Stimmrechte. Es gibt noch die Vorzugsaktie. Bei der Vorzugsaktie bekommt der Anleger jedoch keine Stimmanteile, aber meistens eine etwas höhere Dividende ausbezahlt. Beispiel Dividendenrendite Porsche Vorzugsaktien: 2,02% (1,01?) bei einem Kurs von 42,45? am 29.06.2016. Die Dividenden sind meistens höher, als die Zinsen bei einem Sparbuch oder Tagesgeldkonto. Eine strategische Entscheidung für vorsichtige Anleger, die länger Aktien halten wollen.

Aktienkurse können stark steigen, aber auch stark sinken. Kleinanleger sollten nicht zu viel Geld in Aktien investieren. Ich empfehle 10% - 20% vom Sparvermögen. Dies ist jedoch abhängig davon, wie schnell man an sein Geld (Flüssigkeit) wieder kommen muss. Es kann schon passieren, das Aktienkurse über mehrere Jahre fallen. Beispiel Commerzbank und Deutsche Bank. Aber sie haben vielleicht auch eine gute Chance wieder gut zu steigen. Den richtig günstigen Kurs weiß man nie. Die Kurse von international tätigen Unternehmen sind oft abhängig von weltweiten Krisen und Kriegen. Geht es der Welt gut, geht es den Aktien meistens auch gut. Sind die politischen und wirtschaftlichen Zeiten unruhig, investieren viele Anleger in Rohstoffe oder Edelmetalle wie Gold. Kleinanleger investieren meistens in die gelisteten Unternehmen des Deutschen Aktienindex der 30 umsatzgrößten Unternehmen. Sie sind relativ sicher, da die Unternehmen zu den größten Deutschlands zählen.

Wie kann man sehen, ob eine Aktie günstig ist? Das ist nicht einfach. Es gibt Kennzahlen zur Bewertung. Die bekannteste Kennzahl ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV). Die Relation zwischen dem aktuellen Kurs der Aktie und dem Jahresgewinn pro Aktie. Beispiel: Die Aktie kostet 10,-?, der Jahresgewinn beträgt 2,-?. KGV=> 10/2=5. Aber die Werte schwanken über die Jahre. Sinnvoll ist es einen Mittelwert (Durchschnitt) aus den letzten fünf Jahren zu berechnen. Diesen Wert kann man mit anderen Aktien vergleichen. Aber die Wertentwicklung von Aktien ist oft nicht logisch nachvollziehbar. Es können Trendaktien sein, die gerade chic sind wie "Nintendo" oder "Apple". Oder es ist die Gier, wie damals beim Übernahmeversuch von Porsche an Volkswagen. Volkswagen wurde unbezahlbar teuer. Das ist manchmal, wie mit Handtaschen von Frauen. Der Wert ist relativ.

Ein zinstragendes Forderungspapier (Wertpapier) nennt man auch Anleihen. Unternehmen vergeben Anleihescheine als klasssische Mittel der Beschaffung von Fremdkapital. Sie verbriefen (versprechen) einen Rückzahlungsanspruch und Zinszahlungen in festgelegter Höhe als Entgelt für die Überlassung des gezahlten Kapitals. Man erwirbt hier keine Anteile am Unternehmen und erhält auch keine Stimmrechte wie bei Aktien. Der Anleihebesitzer wird Gläubiger, das Unternehmen als Emmittent (Herausgeber) von Wertpapieren wird Schuldner.

Staaten und öffentliche Körperschaften geben auch Anleihen aus. Früher gab Deutschland "Bundesschatzbriefe" an Kleinanleger mit stabilen und sicheren Zinsen heraus. Je länger die Laufzeiten waren, desto höher waren die Zinszahlungen. Seit dem 31.12.2012 hat Deutschland diese Form der Anlage eingestellt. Deutschland hat keine Probleme an große Mengen Geld zu kommen. Aktuell zahlen Anleger sogar Deutschland Geld, um ihr Kapital bei der Deutschen Bundesbank sicher zu parken. https://www.bundesbank.de

Tipp: Niemals gierig werden und langfristig denken. Das Kapital ist nicht weg, es ist nur woanders. Setzen Sie sich persönliche Stoppkurse, wenn der Kurs fällt oder auch steigt. Keine Kopfkissen, wird schon wieder Strategie!

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